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Teilbare oder nicht teilbare Ruten ?

Es ist weder eine Frage des Einsatzgebietes noch eine Frage des Geschmacks. Wenn es möglich ist eine nicht teilbare Rute zu verwenden, dann sollte man das auch machen. Es gibt Ruten, welche am Schaft teilbar sind. Hier wird die Rute in den Griff gesteckt. Dann gibt es mittig teilbare Ruten. Einige Reiseruten sind sogar 3 mal beziehungsweise 4 mal geteilt.

Ich selber ziehe eine nicht teilbare Rute immer einer teilbaren Rute vor. Es gibt wenig teilbare Ruten, bei denen die Aktion und der Power sauber über den gesamten Blank verteilt sind. Auch tragen die Verbindungsstellen immer ein erhöhtes Risiko der Verwindung und werden bei nicht achtsamer Verbindung zu Sollbruchstellen.

Natürlich will man seine Poppingrute mit in den Flieger auf Reise nehmen. Daher kann man den Griff bei solchen Ruten von der Rute trennen. Auch sehr lange Ruten wie die Brandungsruten haben durch ihre Teilbarkeit einen Transportvorteil. Jedoch kann man heute seine Rute durch diverse internationale Paketdienste immer separat auf die Reise schicken. Daher gibt es heute keinen Grund mehr auf teilbare Ruten zurückzugreifen.

Bis zu einer magischen Länge von 8′ also von 2,44m kann man sich mit nicht teilbaren Ruten wunderbar anfreunden. Diese Ruten passen noch senkrecht in die meisten Räume und haben auf einem Boot auch wunderbar Platz. Ruten jenseits der 8′ sollte man mittig teilbar wählen. Jedoch werden Rutenexemplare ab 10′ meiner Meinung nach wieder viel zu schwer, wenn man auf die Power einer Rute schaut. So kommen Blanks mit einer 10’er Länge und bis 80 lbs Schnurklasse schon mal schnell an die 200g Grenze und als fertige Rute kommen sie dann an die 300g Gesamtgewicht.

Natürlich versuchen die Rutenhersteller heute Blanks zu bauen, mit denen man auch bei geringer Länge befriedigende Wurfweiten hat oder genügend Power für einen unerwarteten Drill. Aber wenn man diese Blanks dann wieder in einer längeren Variante wählt, wird man so verwöhnt, dass es keinen Schritt mehr zurück gibt.

Bei der Wahl seiner Rute achtet man dann wieder unweigerlich auf die Power der Blankserie und die Länge bei vorhandenem Blank Gewicht. Das macht aber auch Sinn. Wenn ich mir die K2 Serie von Phenix anschaue bekommt man hier schon einen Blank in der 30lbs Schnurklasse bei einer Länge von 7’3″ zu einem Gewicht von 63g. Eine fertig aufgebaute Rute liegt hier unter 100g und hat durchaus das Potential für kapitale Fangklassen. Auch gehört dieser Blank neben dem 8’er Reaper von Phenix zu den schnellsten Blanks die ich je vermessen durfte. Denn Blanks mit einem Powerfaktor jenseits der 5 sind mehr als selten.

(siehe auch Beitrag Power- bzw. Aktionsmessung)

So findet man bei den mittig geteilten Wolfsbarschruten zwischen 9′ und 10′ Länge wenig Ruten unter 200g. Mit dem Black Diamond Surf Blank in 9′ baue ich eine Inshore Spinnig Rute unter 200g bei einem Wurfgewicht von 39g bis 175g. Die Schnurklasse dieser Rute liegt bei 30-60lbs und ist am Markt bei diesem Rutengewicht ungeschlagen. Auch ist die Medium Faste Aktion dieser Rute absolut überzeugend. Phenix gibt diese Rute mit einem Wurfgewicht von 28g bis 84g an. Die Rute hat aber nach meiner Vermessung viel mehr Power. So wird man als Rutenbauer zu einem kleinen Trüffelschwein. Man freut sich sehr über solche Funde.

Wer für europäische Flüsse und Seen eine teilbare Rute sucht, sollte sich mal die neue Black Chrome von Phenix ansehen. Gerade die 8’8″er hat eine gute Power und Aktion für Fische in diesen Gewässern. Mit einer Schnurklasse bis 17 lbs hat sie genügend Reserven.

Bei den Meeresruten ist die 8′ er Redeye zu empfehlen. Mit der richtigen Rolle sollte man hier einiges aus dem Wasser bekommen. Die Schnurklasse von 30lbs sollte für die leichte bis mittelschwere Angelei im Salzwasser 80% der Fänge abdecken.

 

 

 

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